Spielzeit 26.27

Willkommen am MiR!

Mit einem neuen künstlerischen Leitungsteam starten wir mit Feuereifer in eine neue Spielzeit, unsere erste am MiR, in Gelsenkirchen und im Ruhrgebiet. Ja, MiR – Musiktheater im Revier – heißt dieses fantastische Gebäude. Die Menschen in Gelsenkirchen nennen es seit Jahren nicht anders. Und für sie vor allem ist und soll das MiR da sein. Für die Menschen hier vor Ort. Für die, die hier zusammenkommen – aus der Nähe und von weiter weg. Für Musiktheater- und Tanzbesessene genauso wie für Neugierige, für Expert*innen und Laien, für Erfahrene und Entdecker*innen, für ältere, junggebliebene und ganz junge Menschen. Für solche, für die das MiR schon ein zweites Wohnzimmer ist genauso wie für die, die bisher noch gar nicht wussten, dass es uns gibt und dass ihnen mit dem MiR ein großer, ein einzigartiger Erlebnisraum offensteht.

Menschen brauchen Raum. Und sie brauchen Begegnung. Mit anderen, mit sich selbst, mit dem Fremden. Nur so können wir unsere Positionen bestimmen, nur so können wir uns und andere verstehen lernen. Und nur in diesem direkten Austausch können wir eine Gesellschaft bilden, die sich gemeinsam auf den Weg in die Zukunft macht.

Dazu wollen wir mit Ihnen zusammenkommen. Wollen Musik, Tanz und Gesang benutzen, um erlebbar zu machen und zu teilen, was uns bewegt. Wir wollen Fragen stellen, Ängsten Raum geben, Widerstand leisten, aber auch und sehr, sehr gerne gemeinsam mit Ihnen staunen, lachen, feiern, uns bewegen lassen und begeistern.

Zusammen mit Muhammed Kaltuk, dem neuen Leiter von TanzGelsenkirchen, Nora Krahl als Leiterin des MiR.LAB, Generalmusikdirektor Rasmus Baumann und vielen anderen haben wir nach Themen und Stoffen gesucht, die unseren und hoffentlich auch Ihren Bedürfnissen nach Austausch und Begegnung entsprechen.

Lesen Sie auf den folgenden Seiten, was wir für Sie und uns im folgenden Jahr geplant haben. Es ist ein Spielplan geworden, der vom großen Klassiker bis zum Hip-Hop-Battle vieles umfasst, was wir mit Theater, mit Tanz und Musik verbinden und in Bewegung bringen möchten. Es wird Vertrautes und völlig Neues geben, bewährte Formate und neue Versuche. Wichtig ist uns, wo immer möglich, Barrieren zu senken und Zugang zu schaffen für Neugier, spielerische Lust und offene Sinne. In diesem Sinn starten wir nun gespannt auf die Begegnungen mit Ihnen in unsere erste Spielzeit am MiR.


Seien Sie, seien alle herzlichst willkommen!
Frank Hilbrich

Premieren

Premiere am 27.09.2026

Wozzeck

Oper von Alban Berg

Wozzeck schaut auf – denn vom Boden der Gesellschaft bleibt nur der sehnsüchtige Blick nach oben. Fast obsessiv betrachtet er die Menschen um sich herum, die all das zu haben scheinen, wovon er nur träumen kann. Eingezwängt zwischen Vorgesetzten, die ihn drangsalieren, getrieben von einem Gefühl der Minderwertigkeit und einer beständigen Angst, seine Partnerin Marie könnte ihn betrügen, scheint Wozzeck wie ein menschliches Pulverfass, das geradezu zwangsläufig irgendwann explodieren wird.

Uraufführung am 30.04.2027

Realitäten

Tanzabend Choreografien von Rachelle Anaïs Scott, Sharaf DarZaid und Kwame Osei

Der Schriftsteller und Bürgerrechtsaktivist James Baldwin war überzeugt, dass unsere Wahrnehmung der Realität immer auch durch unsere Geschichte, unsere gesellschaftliche Situation geprägt ist. Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist – wir sehen sie durch die Bedingungen, in denen wir leben. Es gibt also nicht die eine, universell gültige Realität, es gibt unzählige individuelle Wirklichkeiten.

Wiederaufnahmen