La clemenza di Tito
Opera seria in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart Text von Caterino Mazzolà nach Pietro Metastasio
Leidenschaftliche Liebe – vergiftet durch politische Machtansprüche. Innige Freundschaft – strapaziert und zerstört durch Staatsräson. Privates und Politisches greifen in den Machtkämpfen im alten Rom so eng ineinander, dass Ohnmacht, Erniedrigung, Begehren, willkürliche Ermächtigung und Demütigung allgegenwärtig sind. Und gleichzeitig sind die Fragen, die in dieser Oper aufgeworfen werden, heute nicht weniger drängend: Kann es einen Herrscher geben, der mit der ihm anvertrauten Macht verantwortungsvoll und human umgeht? Kann Autorität milde sein? Oder ist das menschlich und milde scheinende Gesicht nur eine
Maske, hinter der sich die noch arglistigere Fratze des Bösen verbirgt?
Kurz vor seinem Tod und fast zeitgleich zur „Zauberflöte“ schrieb Mozart mit „La clemenza di Tito“ („Die Milde des Titus“) seine vielleicht schönste Musik – und zeigte sich einmal mehr als tiefgründiger Seelenkenner, dem nichts Menschliches fremd ist. Aber eben auch als politisch Zweifelnder auf der Suche nach einem Funken Hoffnung.
Und das Volk? Krystian Lada und sein Team fragen in ihrer ersten Arbeit am MiR auch nach der Perspektive derjenigen, die die Machtspiele der Herrschenden aushalten müssen. Gibt es auch Hoffnung für sie?
- Sprache
- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Mitwirkende
Leitung
- Musikalische Leitung
- John Warner
- Regie
- Krystian Lada
- Bühne
- Alex Gahr
- Kostüme
- Wojciech Dziedzic
- Dramaturgie
- Theresa Steinacker
- Choreinstudierung
- Alexander Eberle
- Licht
- Aleksandr Prowaliński
Weitere Termine
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Mit freundlicher Unterstützung des Förderverein Musiktheater im Revier