Blau

Utopisches Musiktheater frei nach Yves Klein und Werner Ruhnau von Kommando Himmelfahrt

Wir rollen den blauen Teppich für Sie aus! Zur ersten Saisoneröffnung der neuen Leitung feiert das MiR die Stadt, das Gelsenkirchener Blau und sich selbst mit einer außergewöhnlichen Uraufführung. 

Als der visionäre Architekt Werner Ruhnau und der damals noch unbekannte Künstler Yves Klein sich vor gut 70 Jahre zusammentaten,
entstand nicht nur der schönste Theaterbau des Ruhrgebiets. Die beiden verband mit ihrer Kunst auch die Vision einer offenen und sensibleren Gesellschaft. Eine „Schule der Sensibilität“ sollte gegründet werden, die entsprechenden Anträge wurden gestellt, aber nie realisiert. 

Nun lässt sich das Musiktheaterkollektiv Kommando Himmelfahrt von der damals angedachten Utopie inspirieren und überführt sie ins Heute. Getragen von einer Komposition, die durch das gesamte Theater fließt, wandern Sie, die Zuschauer*innen, auf einem außergewöhnlichen Weg vom Vorplatz durch die Foyers in die Tiefen der Kunst. Dabei begegnen Sie den Gründervätern des MiR, hören Auszüge aus Kleins Schriften, erleben Spiel, Musik und blaue Interventionen. Nachdem Sie die „Schule der Sensibilität“ durchlaufen und Ihren Abschluss im Großen Haus erhalten haben, stoßen Sie gemeinsam beim Ball bleu mit dem Schulpersonal im legendären Foyer des Musiktheaters mit prickelnden blauen Getränken an. Die Band lässt jazzige Sounds erklingen, während Sie sich in ein neues sensibles Zeitalter tanzt. Ob mit blauem Lidschatten oder in Blue Jeans – feiern Sie mit uns Gelsenkirchen und sein MiR und tauchen Sie ein ins Gelsenkirchener Blau!

 

Hinweis zur Zugänglichkeit: 
Das Publikum wird in mehreren Gruppen durch verschiedene Stationen innerhalb des MiR geführt. Auf den Wegen zwischen den Stationen befinden sich viele Treppen. Die Veranstaltung ist daher für Personen, für die Treppen eine Barriere darstellen, leider nicht in Gänze zugänglich. Für hiervon betroffene Personen besteht die Möglichkeit, die Veranstaltung in angepasster Wegführung zu besuchen.

Dauer
ca. 2 Stunden 15 Minuten (inszenierter Teil), im Anschluss "Ball bleu"
Info
Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt.
Sprache
in deutscher und französischer Sprache mit Übertiteln.
Mitwirkende

Leitung

Musikalische Leitung, Komposition
Jan Dvořák
Bühne
Volker Thiele
Kostüme
Kathi Maurer
Dramaturgie
Katharina Rückl
Produktionsleitung
Carsten Kirchmeier

Besetzung

Rektorin
Anke Sieloff
Lehrerin (Sopran)
Heejin Kim
Lehrerin (Mezzosopran)
Almuth Herbst
Lehrer (Tenor)
Khanyiso Gwenxane
Lehrer (Bariton)
Sono Yu
Puppenspiel
Pauline Lotz , Ahmad Salma
Blaskapellen
Kleiner Blechschaden , Revierblech
Band Ball Bleu
Jan Dvořák , Fabian Gsell , Malte Viebahn , Malte Winter

Ensembles

MiR Statisterie
MiR Statisterie
Orchester
Neue Philharmonie Westfalen
Pressestimmen
Eine gleichermaßen spielerische wie herausfordernde, sinnliche und intellektuelle Performance.
20.09.2026 | Westfalenpost
Eines der faszinierendsten Bilder bietet die Station „Levitation“ mit Tänzern im offenen Treppenhaus zu impressionistischen Klängen des Vibraphons. Andernorts heißt es, mitzumachen oder sich der Stille hinzugeben.
20.09.2026 | Recklinghäuser Zeitung
(…)die ausgezeichnete Musik, die permanent durchs komplette Haus wabert, hypnotisch mäandert, poetische, ruhige Klangräume schafft und den Abend in sanftem Rhythmus perfekt zusammenhält. Eine fließende Komposition, live gespielt von Musikern der Neuen Philharmonie Westfalen, die wunderbar eine ganz eigene Magie entwickelt.
20.09.2026 | WAZ
In diesem Moment stellt sich eine bemerkenswerte, absolute Stille im Saal ein, in der das Stück Kleins Versprechen der Immaterialität eindrucksvoll einlöst.
21.09.2026 | o-ton.online
Das besondere an „Blau“ und der vier-strängigen Hausführung ist nämlich, dass alles gleichzeitig geschieht und somit auch alles gleichzeitig hörbar ist. Ich kann die anderen Gruppen, die andere Musik im Theater sehen, spüren und hören. Alles fügt sich ineinander, passt zusammen als großes Ganzes. Das Musiktheater im Revier selbst wird durch die Inszenierung zum Klangkörper.
20.09.2026 | Die deutsche Bühne
Was mich an der Philosophie und Einfachheit von BLAU am meisten berührte, war eine Frau, die blaue Luftballons aufblies und mit ihnen spielte. Diese Szene, mit allerlei Hintergrundgeräuschen und Musik aus den Foyers, brachte alles zusammen: Blau, Schönheit, Sensibilität und Realität.
29.09.2026 | Opera Magazine

Gefördert im Rahmen von Fonds Neues Musiktheater