Die Liebe zu den drei Orangen
- Vorstellung
Oper in vier Akten und einem Prolog von Sergej Prokofjew Text vom Komponisten nach Carlo Gozzi
Die Oper kann nicht anfangen. Denn noch bevor sich der Vorhang hebt, fängt das Publikum lautstark an zu diskutieren, was es überhaupt sehen will: Tragödie? Komödie? Was Romantisches oder doch lieber großes Drama? Was kann und soll Musiktheater denn seinem Publikum bieten? Kurzerhand versucht man es mit einer improvisierten Märchengeschichte, in der ein von einer seltsamen Melancholie ergriffener Prinz das Lachen neu erlernen muss. Als er endlich lauthals lacht, verflucht ihn eine böse Fee. Gute Zauberer, böse Magier, Narren, Intrigant*innen, Prinzen und Prinzessinnen und nicht zuletzt die titelgebenden drei Orangen wirbeln durch eine Handlung, die eine Wendung nach der anderen nimmt und dabei immer nur knapp nicht aus der Kurve fliegt.
Prokofjews quietschbunte Musik wirft den Opernpathos des 19. Jahrhunderts beherzt über Bord und entführt uns in ein groteskes Märchen, das die Welt zum Theater und das Theater zur Welt erhebt. Frank Hilbrichs vom Geiste der kunstvoll-spontanen Improvisation der commedia dell’arte inspirierte Inszenierung hatte im Frühjahr 2024 in Bremen Premiere und wird nun das Gelsenkirchener Blau mit einem kräftigen Schuss seiner Komplementärfarbe Orange aufmischen.
- Sprache
- in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Mitwirkende
Leitung
- Musikalische Leitung
- John Warner
- Regie
- Frank Hilbrich
- Bühne
- Sebastian Hannak
- Kostüme
- Gabriele Rupprecht
- Dramaturgie
- Maximilian Kuhn
- Licht
- Christian Kemmetmüller
- Choreinstudierung
- Alexander Eberle