Friederike Brendler
Friederike Brendler studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Als Dramaturgin arbeitet sie am liebsten mit experimentellen Formaten und queer-feministischen Narrativen zwischen Musiktheater und Vermittlung. Dabei interessiert sie sich besonders für Theaterformen, die Barrieren abbauen und unterschiedliche Zugänge zum Musiktheater eröffnen. Von 2024 bis 2026 begleitete sie die programmatische Entwicklung des MiR.LAB am Musiktheater im Revier von Beginn an und betreute zahlreiche Vermittlungsprojekte, Stadtraumformate und Bühnenproduktionen dramaturgisch. Gemeinsam mit Dominik Hallerbach realisierte sie in Gelsenkirchen unter anderem das Straßenmusical „Neustern in der Gelekxie“ und das Mystery-Hörspiel „Gizemli Çorba“. Mit der Regisseurin Nora Krahl entwickelte sie mehrere Uraufführungen am Musiktheater im Revier, darunter die Cyber-Operette „Göttinnen“ und das Puppentheater „Jede Menge Unsterblichkeit“. In Kooperation mit dem Physical-Theatre-Kollektiv sticky fragments entstand die Pop-Oper mit integrierter Audiodeskription „Ghost Me, If You Can“, in deren Entwicklung sie sich insbesondere mit Barrierefreiheit im Theater beschäftigte. Am MiR.LAB setzte sie sich außerdem intensiv mit digitalen Medien und neuen Technologien als künstlerischen Mitteln auseinander und war als Mediendramaturgin Teil des International Composer and Conductor Seminar 2024 von Ensemble Modern. Während ihres Studiums gründete Friederike Brendler gemeinsam mit Anna Schill und Maret Zeino-Mahmalat das Performance-Kollektiv sandyatemyheart. Mit den queeren Lip-Sync-Musicals „Pandora’s Heart“ und „Save a Horse, Ride a Cowgirl“ gastierte das Kollektiv unter anderem beim Radikal Jung!-Festival am Münchner Volkstheater, beim OutNOW!-Festival am Theater Bremen, am Ballhaus Ost, im Berliner Club SchwuZ und am Ost-Passage-Theater Leipzig. Am Theater Bremen arbeitete Friederike Brendler als Dramaturgin an der NOperas!-Produktion „Kitesh“ in der Regie von HAUEN UND STECHEN. Für Arnold Schönbergs „Erwartung“ assistierte sie dem Musiktheaterkollektiv Opéra sur Tréteaux am Schlossplatztheater Berlin und war an der Oper Halle als Dramaturgieassistentin u. a. an der Uraufführung „Im Stein“ von Sara Glojnarić und Clemens Meyer beteiligt. Darüber hinaus performte sie in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin in „Neue Szenen V: Scheiterhaufen – unser Vater | Vater unser“ sowie als Huhn in der Kinderoper „Pettersson und Findus und der Hahn im Korb“ in Gelsenkirchen. Nach dem Abitur am musischen Clara-Wieck-Gymnasium Zwickau absolvierte Friederike Brendler einen Bundesfreiwilligendienst an der Semperoper Dresden. Es folgten Hospitanzen an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, der Oper Leipzig, der Oper Halle, dem Mittelsächsischen Theater Döbeln/Freiberg und dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin.