3. Sonntagskonzert
- Konzert
Frisch und frech reagierte die Musik auf die gesellschaftliche Aufbruchsstimmung der „Goldenen Zwanziger“. Paul Hindemith heckte ein sehr lustiges Wagner-Potpourri aus, das dem weihevollen Bayreuth-Kult die Stirn bot. Vom Jazz ließ sich der experimentierfreudige Erwin Schulhoff inspirieren. Aus dessen Stücken stellte Matthias Bucher die „Hot-Suite“- für Posaune und Orchester zusammen.
Bilanz dieser turbulenten Epoche zog der „Dreigroschenoper“-Komponist Kurt Weill in seiner 2. Sinfonie mit dem Untertitel „Fantaisie symphonique“, an der er nach seiner Flucht aus Nazi-Deutschland arbeitete. Einen anderen „Goldenen Zwanziger“ präsentiert das Eröffnungsstück:Gerade 20 Jahre jung war Mozart, als er die prächtige „Serenata notturna“ schrieb.
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Serenade Nr. 6 KV 239 „Serenata notturna“
I. Marcia. Maestoso
Paul Hindemith (1895–1963)
Ouvertüre zum „Fliegenden Holländer“, wie
sie eine schlechte Kurkapelle morgens um 7
am Brunnen vom Blatt spielt
Erwin Schulhoff (1894–1942)
Hot-Suite
Kurt Weill (1900–1950)
Sinfonie Nr. 2 „Fantaisie symphonique“
Contributors
Gefördert von der Sparkasse Gelsenkirchen